Lass uns aus dem Kokon befreien und zu dem Schmetterling werden, der in uns bereits angelegt ist!


Bei allem, was heute in unserer Welt vor sich geht, war der Preis für Selbstvernachlässigung und die Trennung von unserem eigenen Wesen nie höher.


Wir stecken fest, im Kokon und verhindern dadurch die Metamorphose, die Transformation.

Weshalb? aus Angst und aus Vermeidung. Vermeidung von Unangenehmem, Ungewissheit, Schmerz…


Lass uns endlich aus dem Kokon befreien, aus dem Gefühl der Enge und der Ohnmacht, dem Gefühl nichts tu zu können, nicht handlungsfähig zu sein.

Lass uns endlich zu dem Schmetterling werden, der in uns bereits angelegt ist, dessen Schönheit aber nicht zum Vorschein kommt und dessen Flügel wir nicht ausbreiten können, solange wir im Käfig des Kokons feststecken.


Ja, wir befinden uns in einer Art Metamorphose. Jede Krise bietet die Grundlage dafür. Viele von uns fühlen sich isoliert, abgeschnitten und vor allem fühlen sich viele schrecklich unwohl mit der Unsicherheit darüber, was kommen wird.

Eine Dunkelheit der Angst und Furcht nähert sich uns regelmäßig und unaufhörlich. Wir trauern vielleicht um einen Job oder noch schlimmer um jemanden, den wir lieben. Das Leben, wie wir es vor dieser Pandemie kannten, ist vorbei. Wir fragen uns, wie lange das noch dauern wird.

Wird es eine Heilung geben? Wie hoch ist die tatsächliche Sterblichkeitsrate? Wird es noch schlimmer kommen? Wie wird sich die Wirtschaft erholen? Werde ich meinen Job verlieren? Wird sich mein Leben grundlegend ändern? Warum waren wir nicht besser vorbereitet?

Und die Antwort lautet weiterhin "Wir wissen es nicht".


Das Unbekannte kann absolut furchterregend sein. Bis wir uns daran erinnern, dass wir es nie gewusst haben. Niemand weiß genau, was im nächsten Moment passieren wird.

Was wäre, wenn wir lernen würden, ein bisschen mehr zu vertrauen? Was, wenn wir das Bedürfnis loslassen, es zu wissen? Was wenn wir lernen würden, die Notwendigkeit der Kontrolle loszulassen?


Was ich damit meine:


Wir haben eine natürliche Neigung, Einfachheit und Sicherheit zu bevorzugen. Der Grund dafür ist, dass unser Geist gern Kontrolle hat. Damit sich der Geist wohlfühlen kann, muss er spüren, dass er eine bestimmte Situation oder bestimmte Umstände beherrschen kann. Und wenn die Dinge einfach sind, fühlen sie sich überschaubar und vertraut an, was uns ein Gefühl der Sicherheit gibt.


Im Grunde genommen ist dies eine Angstreaktion, die wir alle kennen. Wir können aber lernen und sollten anstreben, dass wir auch gut «im Nebel sitzen» können.

Das heisst so viel wie: Das Leben mit dem wie es sich zeigt zu akzeptieren und gleichmütig auf Ereignisse zu reagieren im Wissen, dass man ihre Konsequenzen nicht kennt.


Jedes Ereignis beinhaltet eine potentielle Energie für eine unerwartete Folgewirkung - wer weiss, es könnte ja auch einen unerwarteten Nutzen bringen.

Die Botschaft ist hier, dass es vielleicht ein System ist, das zu Komplex ist, um es aus dem persönlichen Blickwinkel erfassen zu können, dass nichts einfach und nichts sicher ist, und dass einzelne Ereignisse mehreres bedeuten können.



Zugegeben: das ist nicht leicht. Diese Lebenshaltung einzunehmen ist ein Prozess, bei dem wir einen Ort in unserem Innern kreieren, an den wir immer wieder zurückkehren können, der uns Ruhe und inneren Frieden schenkt, auch wenn es «da draussen « tobt.



Die Situation, wie sie im Moment ist auf der ganzen Welt ist weder einfach noch überschaubar. Das verunsichert, verwirrt, und macht Angst.


Wir befinden uns in einem Prozess von immenser Komplexität und es ist unmöglich zu sagen, wie es sich entwickeln wird, was noch auf uns zukommen wird. Wir wissen nicht, was die langfristigen Folgen sein werden. Ob es schlussendlich ein Unglücks- oder Glücksfall sein wird, also sollte man am besten eine Haltung des «im Nebel Sitzens» einnehmen


Was können wir also tun, um dieses «Im Nebel sitzen» als einen Zustand zu erleben, mit dem wir mit «Gleichmut» annehmen können, was die aktuelle Situation zeigt?

Wir können versuchen, die Vorstellung der "Worst-Case"-Szenarios immer wieder in unseren Köpfen loszulassen und feststellen, dass es viele andere Möglichkeiten gibt, einschließlich verschiedender "Best-Case" -Szenarios.

Schau nicht immer nach „da draußen“ nutze die Zeit, um nach innen zu schauen.


Was ist, wenn die göttliche Intelligenz, die Quelle, das Universum, das Leben, Mutter Natur, welcher Name auch immer du diesen Kräften geben magst, uns dazu bewegen möchten, uns wieder mit uns selbst zu verbinden?


Ich fühle, dass wir als Gesellschaft bis hin in die Familien eine Epidemie der Trennung, Isolation und Einsamkeit erleben. Obwohl soziale Medien, Technologie und eine globale Wirtschaft uns die Illusion vermitteln, dass wir mehr denn je miteinander verbunden sind, hat uns unsere Geschäftigkeit schon seit langem und durch die Ereignisse der letzten eineinhalb Jahre schubartig von uns selbst und unseren Familien getrennt.


Bei all den Forschungen, die ich über die Heilungsfähigkeit des menschlichen Körpers durchgeführt habe, habe ich gelernt, dass Gemeinschaft und Verbindung ohne Zweifel wesentliche Bestandteile der Heilung sind.


Wir können einfach nicht alleine heilen oder gesund bleiben.


Wir sind darauf ausgelegt, in Gemeinschaft zu leben und zu gedeihen. Soziale Unterstützung, das Gefühl, geliebt zu werden und Liebe zu geben und einander zu unterstützen erhöhen die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Wahrscheinlichkeit einer Heilung dramatisch.


Die Wissenschaft zeigt uns, dass Einsamkeit und Isolation der größte Vorläufer für Krankheit und Sterben sein können.


Die Blauen Zonen, in denen die Menschen das längste und gesündeste Leben führen, basieren alle auf einer starken Gemeinschaftskultur. Die Statistiken und Studien gehen weiter und weiter.

Aber wir können uns nur in der Weise mit anderen verbinden, in der wir auch mit uns selbst verbunden sind. Wir können andere nur in dem Masse wirklich akzeptieren und respektieren in dem wir uns auch selber akzeptieren und respektieren.


Mehr denn je sind wir alle eingeladen und werden auf globaler Ebene dazu aufgerufen uns wieder mit uns selbst zu verbinden. Uns nach innen zu wenden, uns selber zu reflektieren und endlich die Wunden der Vergangenheit zu heilen, so dass wir wieder Zugang bekommen zu unserer inneren Wahrheit, zu unserer inneren Weisheit.


Welche Gaben von uns haben wir verweigert zu leben, weil wir sie beiseite gelegt haben, um unseren Geschäftigkeiten nachzugehen, Kinder zu erziehen oder an einer Karriere zu arbeiten?

Welche Berufungen haben wir ignoriert, weil sie unmöglich oder viel zu beängstigend wirkten?


Frage dich:

Welche Aspekte und Verhaltensweisen anderer lösen in mir Unsicherheiten und Verwirrung aus oder reflektieren mir einen Aspekte meiner selbst, den ich abgelehnt habe oder nicht akzeptiere?

Wie kann ich mir selbst vergeben, damit ich die Fähigkeit entwickeln und mein Herz öffnen kann, um auch anderen zu vergeben?

Mit welchen Worten habe ich täglich mit mir selbst gesprochen? "du bist nicht gut genug", "das kannst du nicht gut genug", "du leistest zu wenig", "das schaffst du doch nicht" ............. wieviele meiner Gedanken und Worte sind selbstverachtend, einengend, erniedrigend, selbstbegrenzend und negativ?

Welche Beziehungen oder Gewohnheiten habe ich, die nicht mehr darauf abgestimmt sind, wie ich mich fühlen möchte oder wer ich sein möchte?

Welchen Gefühlen versuche ich zu entkommen, unterdrücke oder verdränge sie, so dass sie dazu führen, dass ich erschöpft, ausgelaugt, depressiv, übergewichtig oder krank bin?


Dies ist unsere Kokonzeit.


Sagen wir nicht "Ich bin gelangweilt". "Ich kann nichts tun". "Es soll einfach möglichst schnell vorüber sein", "es soll wieder normal werden".

Lassen wir uns unseren Gefühlen nicht entkommen, indem wir scrollen, immer online sind oder uns mit Essen, Drogen oder Einkaufen betäuben.

Lassen wir uns nicht in einen Kreislauf der Angst geraten und gefangen halten, in dem wir ständig die Nachrichten beobachten oder in einem überwältigenden Versuch ertrinken, alle widersprüchlichen Informationen über Covid-19 zu sichten.


Lass uns diese Gelegenheit vielmehr nutzen, um uns nach innen zu wenden, uns mit unserem Atem zu verbinden, unseren Geist zu beruhigen, zu meditieren, Tagebuch zu schreiben, Musik zu machen, Kunst zu machen, zu kochen, zu tanzen, zu beten, zu laufen, uns im Garten im Wald, in den Bergen, am See oder am Fluss aufhalten- was auch immer uns wieder mit uns selbst verbindet, wo wir uns selber wieder spüren.


Lasst uns alle Gefühle fühlen.


Lass sie uns wirklich wahrnehmen, im Körper fühlen, stecken sie irgendwo fest?

Kann ich sie bewusst zum fliessen bringen- sie durch mich hindurch fliessen lassen? Wie gut kann ich das aushalten, ohne etwas zu tun? Ohne mich abzulenken?



Werde dir bewusst, dass du zwar derjenige bist, der die Gefühle wahrnimmt (sofern du bewusst genug bist, auf sie zu achten)- aber sei dir auch bewusst- dass du NICHT deine Gefühle BIST.

Kämpfe nicht gegen Sie an, versuche nicht, sie zu verdrängen, sie nicht zu fühlen.

Werde dir bewusst, dass es sich bei deinen Gefühlen- und seien sie noch so heftig- einfach um Energien handelt, die weder gestoppt werden noch steckenbleiben wollen…. Sie wollen nur frei fliessen. Behindere sie nicht bei diesem Fliessen- lass sie durch dich und deinen ganzen Körper hindurchströmen.


Brené Brown, eine amerikanische Forscherin, die sich über 20 Jahre lang mit Scham, Verletzlichkeit, Mut und Empathie befasst hat, sagt:


„Wenn du nicht benennen kannst, was du fühlst, wenn du die Gefühle nicht wirklich fühlst, werden sie sie dich lebendig auffressen."


Wenn wir langsamer werden und uns in der Gewohnheit üben, nur mit uns selbst und unseren Gefühlen zusammen zu sein, werden wir uns unserer selbst bewusst.

Wenn wir uns erlauben, die Gefühle zu fühlen, können wir Energien freisetzen und bewegen, die möglicherweise seit Jahrzehnten gefangen oder stagniert waren.

Wir können anfangen, nach innen zu schauen, um zu sehen, von welchen vergangenen Traumata wir uns abgelenkt haben oder denen wir ( vermeintlich) entkommen sind.

Wir können uns aus dem Bedauern und den Ressentiments der Vergangenheit oder den Sorgen und Ängsten über die Zukunft zurückziehen und wieder in den gegenwärtigen Moment zurückkehren.

Dann beginnen wir, unser wahres Selbst mit dem zu vereinen, das wir der Welt zeigen, und beginnen, mit mehr Integrität und Authentizität zu leben.


Erst dann können wir uns WIRKLICH mit anderen verbinden. Wenn wir mit mehr individueller Integrität leben, können wir als eine mächtige Gemeinschaft und eine stärker integrierte Gesellschaft zusammenkommen.


Dies ist das Paradigma des Schmetterlings.


Wir befinden uns in einer Metamorphose. Es macht keinen Spaß, ist nicht einfach oder bequem und es braucht Geduld- aber die Belohnung könnte grossartig sein.


Das Ziel ist die Integration und Verbindung mit uns selbst, damit wir uns als eine menschliche Familie mit einem schönen Zuhause namens Planet Erde wieder integrieren können.


Lass uns diese innere Arbeit tun!

Suche nach Möglichkeiten wie du andere unterstützen kannst,

Übe dich in Dankbarkeit statt in Angst und lass den Versuch los, alles herausfinden zu müssen.

Wir müssen nicht alles wissen oder verstehen, aber wir müssen uns unserer Selbst bewusst werden.


Wir sind aufgefordert wie wohl noch nie zuvor, uns mit uns selbst zu konfrontieren und uns zu fragen:


Wer bin ich?

Was ist mir wichtig?

Für welche Werte stehe ich ein und wie lebe ich meine Wahrheit?

Wie lebe ich meine Wahrheit, wenn's drauf ankommt? Wenn es wichtig ist und ich einen Preis dafür zahlen muss?

Lebe ich meine Wahrheit auch, wenn Druck auf mich ausgeübt wird?


Es geht nicht um richtig oder falsch, es geht nur darum, dass wir uns nicht mehr von uns selber Trennen.


Wir müssen uns bewusst werden, dass wir alle im Prozess sind und gerade diese Krise so viele Möglichkeiten bietet, sich wieder mit sich selbst zu verbinden.


Sei sanft, sei mutig und unterstütze andere, wie du dich von ihnen gerne unterstützen lassen würdest. Je mehr von uns Flügel bekommen, desto schneller stirbt das alte Paradigma der Raupe und es entsteht eine schöne neue Welt.


Und diese schöne neue Welt beginnt in deinem Herzen- das ist die

Metamorphose des Schmetterlings


Halte dein Licht, werde dir deiner selbst und deinem eigenen authentischen Wesen bewusst, übe dich in Akzeptanz und komm in Harmonie mit dir, mit deinem eigenen gesamten Gefühlsspektrum.


Nimm deinen Blick weg vom Negativen, ohne das Negative zu verleugnen.


Zum Abschluss zitiere ich einige Worte aus dem Gedicht " Eine neue Welt" von Laura (Agentur "netteinander"):


"Und würden wir jetzt heute, hier beginnen der alten Welt aus den Fingern zu rinnen, indem wir uns kurz selbst besinnen, bei jeder Sache, die wir ab sofort tun, eine Sekunde in uns zu ruhn und nur eine Frage uns ehrlich zu stellen: "Spricht Angst oder Liebe aus mir, was will ich wählen?"

Uns so werden wir ab sofort, zwangsläufig, durch und durch für immer und ewig, die schönsten Sachen machen, alle Menschen brächten wir zum Lachen, wir würden einen Brand entfachten der die alte Welt im Winde verweht, so dass eine ganz neue liebevolle Welt entsteht(..........)

.....denn eines hat die Sache dann immer noch gut, diesen Mut, die alte Welt jetzt zu verlassen, möge sie vor unserem Mut erblassen."


In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir den Mut und die Kraft aufbringen, unseren Kokon zu verlassen, die Flügel zu trocknen und dann auszubreiten, um uns aufzumachen, diese neue schöne Welt zu erschaffen!