Wichtige Mikronähsrtoffe in Zeiten von Grippe und Corona


Mit welchen Mikronährstoffen können wir unser Immunsystem bestmöglich unterstützen in Zeiten von erhöhten viralen Belastungen?


Wie ich im letzten Beitrag - ein starkes Immunsystem mit der richtigen Ernährung- aufgezeigt habe, ist es enorm wichtig, unsere Schleimhäute intakt zu halten, um Erreger effektiv bekämpfen zu können.


Unsere Schleimhäute sind angewiesen auf Nährstoffe wie Vitamin A,Vitamin D, Zink und bestimmte Eiweisse wie z.B. Glutamin.


Nur wenn wir eine gute, möglichst dicke Schleimschicht haben und unsere Körperbarrieren intakt halten, können Erreger gar nicht erst in den Körper eindringen.


Für einen guten Schutz vor Viren sind auch genügend Mikronährstoffe wie Vitamin C und Selen wichtig.


Hier möchte ich dir eine Übersicht geben, was diese Mikronährstoffe bewirken, wie du sie über die Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel vorbeugend und bei Erkrankung einsetzen kannst


1. Vitamin C



Vitamin C-Mangel erhöht das Risiko und die Schwere von viralen Infektionen (z.B. Influenza, Corona) und steigert die Entzündungsbereitschaft.

Eine Ergänzung mit Vitamin C wirkt dementsprechend antientzündlich.

Eine genügende Vitamin C-Aufnahme führt zu optimalen Blutspiegeln, die für eine gute Schlagkraft von Immunzellen nötig sind.


Aufnahme über die Ernährung

Zur Vorbeugung einer Virusinfektion der Atemwege sollte möglichst viel Vitamin C reiche Nahrungsmittel gegessen.


Vitamin C ist enthalten in:

  • schwarzer Johannisbeere

  • Brokkoli

  • Grünkohl

  • Paprika

  • Papaya

  • Kiwi

  • Orange

Eine genügende Vitamin C-Aufnahme führt zu optimalen Blutspiegeln für eine gute Schlagkraft von Immunzellen.



Als Nahrungsergänzung


Dosierung in der Prävention:

500 – 3000 mg Vitamin C pro Tag über ein hochwertiges Produkt, das aus natürlichen Quellen stammt und natürliche Bioflavonoide ( sekundäre Pflanzenstoffe enthält)

Ideal ist die Kombination mit OPC ( Oligomere Proanthocyanidie), das aus sekundären Pflanzenstoffe besteht.Damit kann die Wirkung von Vitamin C um ein vielfaches verstärkt und verlängert werden.


Bei Erkrankung :

Bis 10g möglich, auch dann am besten kombiniert mit OPC.


Wichtig zu wissen: Vitamin C kann nur gut wirken, wenn es mit sekundären Pflanzenstoffen eingenommen wird, genauso wie es in der Natur vorkommt!




2. Vitamine A und D


Es herrscht ein pandemischer Vitamin D-Mangel in Europa und Ernährungserhebungen in Deutschland zeigen bei eine Grossteil der Bevölkerung zudem eine unzureichende Versorgung mit Vitamin A (Retinol).


Vitamin A ist das bedeutendeste Vitamin für unsere Schleimhäute und es wird häufig unterschätzt.


Retinol ist enthalten in:

  • Leber

  • Fisch

  • Eigelb

  • Butter

Betacarotin ist enthalten in:

  • Karotten

  • rote Paprika

  • Tomaten

  • Brokkoli

  • Aprikosen

Achtung: Die Aufnahme von Betacarotin (ein Vorläufer von Retinol) aus Gemüse reicht oft nicht für eine genügende Versorgung mit Vitamin A (Retinol), da die Umwandlung bei den meisten Menschen nur ungenügend ist.


Da Retinol als Nahrung ausschliesslich in tierischen Produkten enthalten ist- insbesondere in Leber, die von den meisten Menschen aber nicht mehr gegessen wird- empfehle ich eine Zufuhr über ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel aus natürlichen Quellen.


Der Vitamin D Bedarf kann nicht über die Ernährung gedeckt werden, da nur geringe Mengen enthalten sind. Eine genügend hohe Vitamin D Aufnahme ist in unseren Breitengraden nur im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung möglich. Deshalb ist eine nahrungsergänzung, insbesondere über die Wintermonate notwendig.


Vitamin A und D wirken immer zusammen- das eine kann sich ohne das andere in seiner Wirkung nicht richtig entfalten!



Als Nahrungsergänzung:


Dosierung zur Prävention

Zur Vorbeugung einer Virusinfektion sollten Jugendliche und Erwachsene 40-60 IE Vitamin D pro kg KG pro Tag (ca 2000-5000 IE Vitamin D) supplementieren.

Auch die Supplementierung von 40-60 IE Retinol pro kg KG pro Tag ( ca.2000-5000 IE Vitamin A) ist empfehlenswert.


Bei Erkrankung für kurze Zeit:

Höhere Dosen von 10.000 IE Vitamin D und 10.000 IE Vitamin A täglich sind über einen gewissen Zeitraum gut möglich (nach Absprache mit einem Arzt/ Therapeuten)




3. Zink



Für ein schlagkräftiges Immunsystem ist Zink von zentraler Bedeutung. Zink regelt über 3000 Enzyme in unserem Körper. Das Spurenelement steigert sowohl die zelluläre als auch humorale Immunabwehr und regelt den Stoffwechsel von Vitamin A.


Häufig sind wir auch mit diesem Mikronährstoff unterversorgt.


Erkältungskrankheiten werden vor allem durch Rhinoviren ausgelöst, die durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden.

Auch Corona- und Influenzaviren werden über eine solche Tröpfcheninfektion übertragen.

Ein Organismus mit bereits geschwächtem Immunsystem bietet Viren ein ideales Milieu, um sich zu vermehren.


Zink hat eine direkte antivirale Wirkung. Es blockiert die Virusvermehrung und das Andocken des Virus an die Rezeptoren auf den Schleimhäuten, über die der Erreger in die Wirtszelle eindringt.


Zink ist enthalten in:

  • Austern

  • entöltem Kakaopulver

  • Leber

  • Kürbiskernen

  • Leinsamen

  • Mohnsamen

  • Edamer

  • Rindfleisch

  • Haferflocken



Als Nahrungsergänzung:


Dosierung in der Prävention

Zur Vorbeugung einer Virusinfektion der Atemwege sollten Jugendliche und Erwachsene ca. 20-40mcg Zink täglich zuführen. Bewährt haben sich Zink-Lutschtabletten.


Bei Erkrankung:

50 mg Zink täglich für 10 Tage (z.B. als Zink-Lutschtablette ) am besten in Kombination mit 10g Vitamin C


4. Selen

Selen ist extrem wichtig für unsere Immunsystem, indem es Stress auf Zellebene bekämpft.

Ein Erwachsener erhält trotz ausgewogener Ernährung kaum mehr als 50 µg Selen pro Tag, Ein Selenmangel schwächt im Allgemeinen das Immunsystem und reduziert damit die Chance des Körpers, mit dem Virus fertig zu werden.

Zusätzlich kann ein Selenmangel Mutationen ( Veränderung) eines Virus fördern, dies konnte am Beispiel des Influenzavirus ( Grippevirus) gezeigt werden.

Ein Selenmangel kann auch für einen schwereren Krankheitsverlauf verantwortlich sein, da sich Viren bei einem Selenmangel schneller im Körper vermehren und ausbreiten können.


Selen ist enthalten in:

  • Fleisch

  • Fisch

  • Eier

  • Spargel

  • Knoblauch, Zwiebeln

  • Sonnenblumenkerne.

  • Cashewkerne.

  • Kokosnuss.

  • Weizen- und Haferkleie.

  • Haferflocken.

  • Reis.

  • Champignons.

  • Shiitake-Pilze.

Als Nahrungsergänzung:


Dosierung in der Prävention

Zur Vorbeugung einer Virusinfektion sollten 100 - 200µg Selen täglichals Ergänzung zugeführt werden.

Ein gesunder Selenspiegel im Blut liegt bei 130-150 µg/l (Serum).


Bei Erkrankung:

200 – 500 µg Selen täglich


5. L-Glutamin


Die Aminosäure L-Glutamin ist besonders wichtig für das sogenannte Schleimhaut assoziierte Immunsytem (common mucosal immune system- CMIS)

Das heisst, es ist sehr wichtig für die Abwehrfunktion auf der Schleimschicht des Körpers wie der Luftwege, der Geschlechtsorgane und des Magen-Darm-Traktes.


In der Schleimschicht dieses Gewebes wird mit Hilfe von Glutamin das sekretorische IgA - das Schleimhautantikörper- produziert.


Diese Art von Antikörper ist spezifisch für die Immunabwehr in den Schleimhautschichten des Körpers, also auf der 1. Verteidigungsebene.


Grundsäzlich kann der Körper sie Aminosäure Glutamin selber herstellen, bei vielen Belastungssituationen kann die Zufuhr von aussen allerdings enorm hilfreich sein.

Gerade zum Zeitpunkt einer Immunantwort, wenn sich Immunzellen also stark vermehren und diverse Antikörper gebildet werden, nimmt der Verbrauch an Glutamin drastisch zu und so kann es sein, dass die körpereigene Produktion ausreicht.


Ein Mangel an Glutamin kann zu einer verminderten Abwehr gegen Krankheitserreger in Darm und Luftwegen führen.


Glutamin ist enthalten in:

  • Knochenbrühe

  • Sojabohnen/ Sojasauce

  • Hülsenfrüchte.

  • Spirulina (Süsswasseralge)

  • Haferflocken.

  • Karpfen, Garnelen

Als Nahrungsergänzung:


Dosierung in der Prävention

5-10g L-Glutamin täglich


Bei Erkrankung

20-30g L-Glutamin ( in Kombination mit Ribose und in Absprache mir einem Arzt/ Therapeuten)









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