8 Zeichen, die dir verraten könnten, dass du dich um deinen Darm kümmern solltest


Anscheinend haben über 30% der Menschen keine Darmsymptomatiken oder Verdauungsprobleme, obwohl sie unter Beschwerden und Krankheiten leiden, von denen immer mehr bekannt ist, dass die mit dem Darm in direktem Zusammenhang stehen.


So kommen diese Menschen nie auf die Idee, dass mit ihrem Darm allenfalls etwas nicht in Ordnung sein könnte.

Das heisst, sie haben haben weder Blähungen oder Durchfall, keine Schmerzen und haben auch ( mehr oder weniger) regelmässig Stuhlgang


Sie leiden zwar unter gesundheitlichen Beschwerden, denken aber, dass diese nichts mit ihrem Darm zu tun haben, wenn sie danach gefragt werden.


Ich höre dann Antworten wie: mit meinem Darm ist alles bestens!


Und trotzdem weiss ich, dass die Symptome, die sie mir beschreiben, viel mit ihrem Darm zu tun haben, und zwar auf immunologischer und mirkrobieller Ebene. Vielleicht ist auch der Darm durchlässig, das heisst, die Darmbarriere ist nicht intakt und so können "Dinge" in unseren Blutkreislauf gelangen, die Entzündungen an den verschiedensten Orten im Körper auslösen können.


Da der Darm unsere grösste Kontaktfläche mit der Umwelt ist, verteidigt er uns gegen schädliche Einflüsse von aussen.

Er ist wie eine Chemiefabrik, die viele wichtige Stoffe für uns produziert, wie Vitamine, kurzkettige Fettsäuren etc.

Der Darm ist auch der Ort, wo bestimmt wird, welche Nährstoffe ins Blut gelangen und welche nicht. Aus diesen Gründen ist so ein wichtiges Organ.


Der Darm hat Einfluss auf den ganzen Stoffwechsel, auf die Produktion von Hormonen, Nervenbotenstoffen und Enzymen, auf unsere Stimmung und auch auf unsere Entgiftung. Deswegen hat der Darm einen viel grösseren Einfluss auf unsere gesamte Gesundheit, als viele von uns wahrhaben möchten. Selbst Ärzte vergessen oft, wie viele Beschwerden ihren Ursprung in einem nicht optimal funktionierenden Darm haben können.


1. Müdigkeit nach dem Essen, chronische Müdigkeit


Essen löst immer eine Entzündungsreaktion aus- umso stärker, je mehr entzündungsförderne Nahrungsmittel wir zu uns nehmen. So geschieht es oft- gerade eben durch unsere Ernährungsweise, dass obwohl uns Nahrung Energie geben sollte, sie eben gerade Energie raubt!


Man sagt, Müdigkeit sei die Sprache der Leber, und gerade die hat viel zu tun, um alle Giftstoffe unschädlich zu machen. Aber auch die immense Arbeit des Darms, wenn er überlastet ist, oder gegen Fremdstoffe und Entzündungen kämpfen muss, kann sich in Müdigkeit niederschlagen.


Wenn du zu viel isst, zu schnell isst oder die Darmzellen mit entzündungsfördernden Nahrungsmitteln überflutest, dann wirst du müde.

Dann verbraucht die Verdauung so viel Energie, dass du müde wirst, oder die Entzündungsreaktion ist so gross, dass du dich sogar erschöpft fühlst, insbesondere direkt nach dem Essen.

Wenn du viele Kohlenhydrate gegessen hast, die du nicht sofort wieder verbrauchst, weil du dich nicht genügend bewegst, weil du beispielweise einer sitzenden Tätigkeit nachgehst, dann kannst du deine Energie nicht aufrecht und ausgeglichen halten, du geräts in ein Energieloch.


2. Alle Arten von Hautproblemen


Die Haut ist ein Spiegelbild des Darms, denn Giftstoffe können sich ihren Weg aus dem Körper heraus über die Haut suchen.

Auch Entzündungen im Darm können so wandern, dass sie sich in der Haut bemerkbar machen.

Unsere Haut ist ausserdem ein Abwehrsystem von äusseren Einflüssen (seien sie physisch, chemisch oder mikrobiell). Man hat aber herausgefunden, dass Stress und eine entzündliche Darmschleimhaut die Barrierefunktion der Haut beeinträchtigen können!

Auch gibt es gute Untersuchungen dafür, dass der Zustand der Darmflora die Haut beeinflusst.

Akne, Rosazea, Neurodermitis, Schuppenflechte oder auch einfach juckende Ausschläge können also alle ein Zeichen für ein gestörtes Mikrobiom oder eine entzündete Darmschleimhaut sein.

3. "Brain fog", Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, oder auch Stimmungsschwankungen


Wenn die Darmschleimhaut beschädigt ist und die Darmwand durchlässig wird, können diverse entzündungsauslösende Stoffe über die Blutbahn in Gehirn gelangen. Und diese Entzündungsprozesse können zu einem benebelten Gefühl im Hirn ( brain fog) und auch zu Konzentrationsproblemen führen.


Falls sich der Hirnnebel übrigens eher wie Schwindel anfühlt, dann kann es sich auch um eine Histaminintoleranz handeln, und die hat auch mit dem Darm zu tun.


Ein wichtiges Gas, das aus dem Darm austreten und ins Gehirn gelangen kann und dort Entzündungen verursacht, ist Ammoniak. Das kann zu Kopfschmerzen oder gar Migräne führen.

Diese entzündlichen Prozesse aktivieren das Immunsystem des Gehirns führen zu einer Schädigung und mit der Zeit zu einem Absterben der Neuronen- der Nervenzellen des Gehirns.

Stimmungsschwankungen und massive Depressionen sowie auch Einschränkungen der Denkleistung und des Gedächtnisses sind die Folge.

Auch Alzheimer wird mit dem Darm in Zusammenhang gebracht!


4. Pilzerkrankungen


Wenn man weiss, dass sich Pilze in einem basischen, feuchten Milieu besonders wohlfühlen und dass unsere Schleimhäute alle zusammenhängen, dann ergibt sich daraus auch die Erklärung, was zum Beispiel ein Scheidenpilz mit dem Darm zu tun hat.

Bei den Stuhluntersuchungen wird ganz oft festgestellt, dass ein zu basischen Darm vorliegt. Und dann können sich Pilze eben gut vermehren und in andere Regionen des Körpers wandern.

Und falls deine erste Reaktion jetzt war: basisch ist doch gut!, dann möchte ich hier betonen: Wir brauchen wir im Darm ein saures Milieu (im Magen noch viel mehr), zum Beispiel deswegen, damit Nahrung auch richtig aufgespalten werden kann. Die Körperzellen jedoch müssen sich dringend in einem basischen Milieu befinden, damit sie gut arbeiten können.

5. Heuschnupfen, Asthma,


Allergien sind eine Überreaktion des Immunsystems. Und 80% des Immunsystems sitzt im Darm.

Will ich also mein Immunsystem unterstützen, muss ich mich um meinen Darm kümmern.

Ist das darmassoziierte Immunsystem beeinträchtigt, sind die Darmschleimhaut und die Darmwand geschädigt, dann kann es passieren, dass an sich harmlose Nahrungsmittel, Pollen oder (Tier-)Haare bekämpft werden und eine Entzündungsreaktion auslösen.

Da die Schleimhäute alle zusammenhängen, kann eine entzündete Darmschleimhaut auch Symptome in den oberen Atemwegen auslösen, wie erhöhte Schleimbildung, laufende Nase oder Schwellungen und Entzündungen, die zu Asthma und Atemnot führen.


6.Histaminose, Nahrungsmittelintoleranzen


Wenn Nahrung nicht richtig aufgespalten wird aus verschiedenen Gründen und unverdaute Nahrungsbestandteile im Darm liegen bleiben, beginnen sie zu gären. Es entsteht eine so genannte Fäulnisflora. Durch dieser Fäulnisflora enstehen "biogene Amine"- das bekannteste davon ist Histamin.

Durch erhöhte Histaminmengen und vermindertem Histaminabbau kommt es zu Hitaminintoleranzen mit den entsprechenden weitreichenden Problemen.

Wenn die gesamte Darmflora so aus dem Gleichgewicht gerät, dann werden mit der Zeit ganz viele Nahrungmittel nicht mehr gut vertragen werden.


7. Schlafstörungen


Unser Darm ist eine „Chemiefabrik“ und stellt unter anderemBotenstoffe her: Hormone und Neurotransmitter. Das "Wohlfühlhormon" Serotonin wird zu 90% im Darm gebildet, vorausgesetzt der Darm ist gesund.

Serotonin ist die Vorstufe von Melatonin, unserem Schlafhormon.

Dies ist eine Erklärung dafür, warum der Darm auch unseren Schlaf beeinflusst. Egal ob du nicht einschlafen kannst oder öfters aufwachst in der Nacht.


Selbstverständlich gibt es noch viele andere Dinge, die den Schlaf negativ beeinflussen können, wie Stress, andere hormonelle Ungleichgewichte, Umweltgifte, schlechte Gewohnheiten, schlechte Ernährung und so weiter.

Es kann aber trotzdem im Zusammenhang mit Schlafstörungen hilfreich sein, sich auch einmal den Darm anzuschauen!

8. Autoimmunerkrankungen


Autoimmmunerkrankungen stehen immer in direkten Zusammenhag mit einem durchlässigen Darm.

Der Körper würde sich niemals gegen sich selbst richten, wenn nicht von aussen irgendwelche Stoffe in den Körper gelangen, die dann im Immunsystem eine "Verwirrung"- ein sogenanntes molekulares Mimikry- auslösen, so dass Körpereigenes nicht mehr von Körperfremden unterschieden werden kann.

Ganz gleich ob es sich bei einer Autoimmunerkrankung um Hashimoto (Schilddrüse), rheumatoide Arthritis, Lupus, Multiple Sklerose etc. handelt- es solltet dreingend der Darm mit in die Behandlung einbezogen werden.


9. Untere Rückenschmerzen oder Hüftschmerzen, insbesondere am Morgen


Das mag dich vielleicht überraschen aber ja, auch Rückenschmerzen können viel mit deinem Darm zu tun haben.


Wenn du morgens Schmerzen im unteren Rücken oder in den Hüften hast, während du noch im Bett liegst, dann ist das eine typische Symptomatik, die mit deinem Dickdarm zu tun haben könnte.

Typischerweise hat der Dickdarm nämlich seine Hauptaktivität zwischen 5 und 7 Uhr morgens.

Wenn du dann aufstehst und dich bewegst, dann vergehen die Schmerzen und sind oft im laufe des Vormittags ganz verschwunden. Oft auch, nachdem du Stuhlgang hattest, weil, sich das ganze System entspannt und die Rückenschmerzen dadurch abnehmen.


Also: morgendliche Rückenschmerzen , die sich unter Bewegung bessern, sind ein typisches Zeichen, wenn es deinem Dickdarm nicht so gut geht.


Was tun, wenn du dich um deinen Darm kümmern möchtest?


Hast du dich in dem einen oder anderen Symptom wiedergefunden? Bist du entschlossen, deinem Darm mehr Aufmerksamkeit zu schenken?


Abgesehen von einer guten, darmfreundlichen, entzündungshemmenden Ernährung und genügend Bewegung lohnt es sich, vielleicht mal einen etwas genaueren Blick in deinen Darm zu werfen.

Eine Stuhlanalyse kann dabei helfen herauszufinden, ob ein entzündlicher Prozess im Darmbereich vorhanden ist, wie es um dein Immunsystem im Darm steht , ob Darmschleimhaut intakt ist, ob deine Darmbakterien sich im Gleichgewicht befinden und auch, wie deine Verdauungsorgane arbeiten- allen voran deine Bauchspeicheldrüse, die wichtige Verdauungsenzyme herstellt.


Buche gerne ein kostenlose Beratungsgespräch, so dass wir besprechen können, was deine Bedürfnisse sind.


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